nachhaltiger Haushalt startet mit Minje Maid
Wer mag gewinnen?

Perfektion vs. Nachhaltigkeit

Nina Fehrmann
Nina Fehrmann

Inhaltsverzeichnis

Warum sich diese beiden abstoßen

Was ist Perfektion?

Kurz erklärt bedeutet es: Vollendung, Vollkommenheit, Unfehlbarkeit. Und genauer hält es dich vom Umsetzen ab, wenn du es übertreibst. Tja, warum bringen wir die Nachhaltigkeit mit ins Spiel? Ganz einfach, weil sich Perfektion und Nachhaltigkeit abstoßen. In unserem Land ist es ein sehr typisch deutsches Phänomen. Ja, wir mögen es sehr, wenn wir einen Plan erstellen und diesen dabei perfektionieren, die Umsetzung wird gleichfalls in höchster Qualität durchgeführt. Wenn es gut läuft, dann ist das an sich was total Feines. Wenn es denn überhaupt in die Gänge kommt. Bah…da kriege ich schon wieder die totale Krise. Für jede Idee - ein Problem, genauso laufen etliche Gespräche ab, bevor etwas umgesetzt wird.

Was ist Nachhaltigkeit?

Den Begriff kurz zu erklären, ist fast unmöglich. Ich probiere es dennoch. Also etwas soll eine längere Zeit anhalten, hat was mit Forstwirtschaft zu tun und wird gerne heutzutage als Schlagwort beim Verkaufen irgendeiner Ware benutzt.  Wir meinen jedoch, dass es die Grundeinstellung für ein insgesamt genussvolleres Leben sein kann, weil vieles „länger anhält“ und man nicht dem ständigen Konsumstress ausgesetzt ist. Hier eine ausführliche Erklärung aus der Wikipedia.

Warum stoßen sich diese Begriffe im Alltag ab?

Nehmen wir unseren Lebensgenuss als Basis für die Nachhaltigkeit und die übertriebene Perfektion als Gegenpol, dann ist das Abstoßen logisch. Der Ablauf ist meistens gleich und der Frust gesellt sich direkt dazu. Wir machen einen Plan, um einen Plan zu machen und dann verzetteln wir uns beim Planen, weil es nicht perfekt erscheint. Dann bleibt dieser Plan liegen, weil er doch nicht perfekt ist. Arg. Irre, oder? Wir sind gut darin, bis ins kleinste Detail etwas zu planen, sodass ein großer Umsetzungsberg entsteht. Gedanklich blicken wir nach oben, legen den Kopf in den Nacken und haben keine Motivation mehr, diesen selbst gebauten Berg zu erklimmen. Wirkt irgendwie anstrengend. Zack, da grinst der Frust breit und nickt lächelnd. Ja, der Frust setzt schon an mit den Worten „Habe ich es dir nicht schon am Anfang gesagt, dass…“ Den Rest erspare ich uns.

Wozu der ganze Aufwand?

Es stellt sich direkt die Frage: warum bilden wir überhaupt diesen Berg? Das ist genauso wie sich selbst ein Bein stellen, damit man auf jeden Fall fällt. Hat was mit Probelauf zu tun, um das Konzept zu überprüfen und irgendwelche Fehler vor der Umsetzung auszumerzen. Oder auch, um sich zu verbessern und aus vergangenen Fehlern zu lernen. Blah blah blah…Das ergibt keinen Sinn, wenn man etwas Neues ausprobieren möchte und auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen kann. Wir vermuten, dass uns bei der Anhäufung des Perfektionsberges ein paar ganz einfache Beweggründe beeinflussen.

Diese 3 Kostbarkeiten könnten Verursacher sein:

Lösung A: Wir haben keine Lust, dass bei der Durchführung etwas nicht funktioniert. Also sind wir bestrebt, so viel wie möglich vorher an möglichen Fehlern auszumerzen.
Lösung B: Man wird in diesem Land nicht ernst genommen, wenn man nicht richtig plant. Man möchte glänzen, weil man gut durchdacht hat.
Lösung C: Gruppenzwang und Faulheit. Getreu dem Motto „macht jeder, passt auch bei mir, hat immer funktioniert“.

Ich plane, also bin ich?

Mich macht diese Denke oft irre. Ich sehe es ein, dass man nicht immer spontan drauf los werkeln sollte. Ein Ablaufplan macht Sinn. Jedoch sich in endlosen Planungseinheiten zu verlieren und dann den Plan, der plötzlich nicht perfekt erscheint, deswegen im Anschluss nicht umsetzen? Ach, komm, das ist doof. Das ist sogar Lebenszeitverschwendung. Es geht einfacher. Um einen Plan umsetzen, reichen oftmals gewisse Rahmenbedingungen aus und dann legt man los. Verbessern oder nachbessern klappt meistens auch währenddessen oder danach.

Tschüss Perfektion, hallo Umsetzen!

Mach dich frei davon, dass alles von Anfang perfekt sein muss. Ja, im Alltag mit Job und oder Kindern muss vieles wie am Schnürchen flutschen. Bloß, bei wem passiert das alltäglich? Seien wir ehrlich, bei keinem. Kann doch auch gar nicht, denn wir haben immer etliche Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Folglich kann ein Tag niemals perfekt ablaufen. Jedoch! Wenn du abends recht zufrieden ins Sofa sinkst, weil dir der Tag gefallen hat und du dich gut fühlst, seelig bist - hey, das ist ein perfekter Tag. Genau dieses Gefühl ist eine gute Basis, damit du Nachhaltigkeit in deinen Alltag einlädst und die ausgefeilte Perfektion darf draußen bleiben. Beginne mit einer Kleinigkeit, die sich ganz einfach verändern lässt. Somit kommst du recht locker in die Umsetzung und deinem Lebensgenuss beachtlich ein Stück näher.


Beginne, etwas Alltägliches auszutauschen

Ein Beispiel aus dem Morgenritual:

nachhaltig leben für Einsteiger - nachhaltiger Haushalt startet mit Minje Maid
Foto von Karolina Grabowska von Pexels Kaffeekapseln. So schön einfach, aber keineswegs nachhaltig. Nachhaltiger Haushalt startet mit Minje Maid

Du magst Kaffee aus Kapseln und weißt nicht, wie du diese Gewohnheit nachhaltiger ändern kannst. Idee von uns: Kaufe dir Kapseln, die abbaubar sind. Ja, ob und wie das funktioniert, lassen wir an dieser Stelle erstmal. Das Austauschen der Kapseln ist super einfach, du bleibst bei deiner Gewohnheit, aber das Material ist schon mal anders. Dein Gehirn wird langsam auf Veränderung eingestellt und gewöhnt sich daran. Der schöne Nebeneffekt gestellt sich dazu. Was das wohl sein mag? Tja, dass ist das Gefühl, die Zufriedenheit, dass du endlich was umgesetzt hast.
Wir haben noch ein alltägliches Beispiel für dich, das du als Inspiration verwenden kannst.

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Foto: Nina Fehrmann / Selbst hergestellte Gemüsepaste; kann als Basis für Gemüsebrühe eingesetzt werden. Tschüss Tütensuppe! Nachhaltiger Haushalt startet mit Minje Maid

Du magst den Geschmack von Gemüsebrühe und das Tütchen aufreißen mit diesem Pulver erscheint dir nicht nachhaltig.
Idee von uns: Stelle aus frischem Suppengrün (gibt es komplett in vielen Supermärkten als Set) mit ausreichend Salz deine eigene Gemüsebrühe her. Du brauchst noch ein großes sauberes Glas. Wenn du sauber gearbeitet hast, dann hält sich die Gemüsebrühe mehrere Monate. Cool, oder?
Es sind scheinbar winzige Schritte im Alltag, die sich nachhaltiger gestalten lassen - ohne den Drang zur Perfektion.

Nun eine Mini Anleitung für Umsetzungswütige,
unsere 3erLei Tipps:

#1 Schalte mal ein paar Gänge runter und überlege 5 Minuten, was du im Alltag ändern oder austauschen möchtest.

#2 Tausche innerhalb von 3 Tagen aus.  Dieses Etwas passt direkt zu deinem Alltag.

#3 Freu dich, dass es einfach war, ohne die Perfektion auf der Schulter etwas in deinem Alltag nachhaltiger zu genießen.

Schlusswörter
Beginne im Kleinen etwas zu ändern, was du dir passt. Die Perfektion verliert, ist doch egal. Besser werden kannst du immer.
Nebenbei….pssst…wir geben dir herzlich gerne weitere Ideen aus unserem Alltag.
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Gemüsebrühe selber herstellen - ja, nachhaltiger Haushalt:

Hier geht es direkt zur Podcastfolge, wenn du lieber hören magst:

Perfektion vs. Nachhaltigkeit
Perfektion vs. NachhaltigkeitKomm, lass uns einen Plan machen.Dabei denkt Nina gleich an etliche Stunden und Tage, die mit Gerede und viel Bilder angucken voll gestopft sind.Muss doch nicht sein, oder?Was erwartet dich:In dieser Folge erfährst du mehr über eine typisch deutsche Tugend - einen Berg a…
Nachhaltigkeit im Alltag für Anfänger von Minje Maid! Auch als Podcastfolge für unterwegs.


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Nachhaltigkeit Tipps

Nina Fehrmann

Moin Moin, ich bin verantwortlich, dass es diesen Blog gibt. Denn nachhaltiger Haushalt muss dringend alltagstauglicher verbreitet werden.